Wildkräuter


Wilde Genüsse, Heil - und Zauberpflanzen

Die Natur hält tausende von gesunden Pflanzenstoffen bereit. Wildkräuter gehören zu dieser Vielfalt dazu. Als Wildkräuter bezeichnen wir Pflanzen, die nicht kultiviert werden und oft gleich hinter dem Haus oder im eigenen Garten als mehr oder weniger bekannte Unkräuter wachsen und denen meist keine besondere Beachtung geschenkt wird.

Wildkräuter sind absolut robuste, widerstandsfähige, vor Gesundheit strotzende und äußerst lebensfrohe Pflanzen. Diese Pflanzen sind extreme Überlebenskünstler. Sie gedeihen ohne Pflege im vollkommen natürlichen Kreislauf. Alle diese beneidenswerten Eigenschaften übertragen sie jenem, der sie isst. Sie sind hervorragende Energiespender mit hochwertiger Qualität und sind schnell verfügbar.
Eine biologische Vielfalt - Wildkräuter enthalten das gesamte Spektrum an Vitalstoffen, Mineralstoffen, Spurenelementen und bioaktiven Pflanzenstoffen.


Ein kleiner Einblick in einige wohl am bekanntesten essbaren (Un)Kräuter - Wildkräuter

Brennnessel  - urtica dioica

Die Brennnessel ist eine der bekanntesten Unkräuter, eine großartige Gartenhelferin und eine noch größere Heilerin. Brennnessel wirkt stark entwässernd, reinigt das Blut, wirkt heilend auf Harnwege und Atemorgane und hat eine stärkende Wirkung auf Kopfhaut und Haare. In Form einer Frühjahrskur wird Tee oder Frischpflanzensaft zur Blut- und Nierenreinigung verwendet.

In der täglichen Küche kann sie frisch gepflückt in Salaten, Aufstrichen, in Smoothies und Suppen verwendet werden. Dazu zupft man vorsichtig die obersten jungen Blätter ab.


Frauenmantel  - alchemilla vulgaris

Frauenmantel ist ein wunderbares Frauenkraut, es ist so vielseitig, dass es sich schwer einordnen lässt und deshalb auch nicht als offizielle Heilpflanze gilt. Er wird eingesetzt bei Beschwerden in den Wechseljahren und bei starken, schmerzhaften Monatsblutungen. Zur Vorbereitung auf die Geburt und zur Minderung der morgendlichen Übelkeit in der Schwangerschaft. Mit Frauenmanteltee wird auch starken Blutungen, Schwäche nach der Geburt oder der Menstruation entgegengewirkt.

Kulinarisch kann Frauenmantel für alle Arten von Wildgenüssen in Eintöpfen, als Spinat, in Suppen und in Wildkräutersalaten verwendet werden. Er hat einen unverwechselbaren Geschmack, der mit keiner anderen Pflanzenart verwechselbar ist.


Giersch  - aegopodium podagraria

Giersch gehört neben der Brennnessel zu den ältesten und meistverwendeten Wildgemüsearten. Er ist sehr widerstandsfähig, wo er einmal wächst, da lässt er sich nicht mehr vertreiben. Diese Heilpflanze wird unter anderem eingesetzt bei Gicht, Rheuma und bei Verdauungsproblemen. Die Inhaltsstoffe dieser Pflanze wirken beruhigend, abführend, harntreibend und entzündungshemmend auf den gesamten Organismus.

Der Geschmack erinnert leicht an Petersilie, deshalb passt er überall dort hinein, wo gerne mit Petersilie gewürzt wird. Giersch ist sehr reich an Vitaminen, Proteinen und Mineralstoffen. Er schmeckt sehr mild und kann gekocht als Gemüse und in Suppen, frisch in Salaten und Aufstrichen zubereitet werden.


Gundermann  - glechoma hederacea

Der Gundermann ist klein von Gestalt, jedoch sehr kraftvoll. Gundermann wirkt entzündungshemmend, anregend für Blase und Niere, stoffwechselfördernd, schleimlösend und wundheilend.

Der intensive Geschmack der frischen Blätter eignet sich ausgezeichnet als Würze für Salate, als Suppeneinlage und schmeckt besonders zu Kartoffeln. Man kann die Pflanze auch wie Spinat zubereiten und als Gemüse servieren. Gundermann wirkt entzündungshemmend, anregend für Blase und Niere, stoffwechselfördernd, schleimlösend und wundheilend.


Löwenzahn  - taraxacum officinale

Löwenzahn ist eines der bittersten Wildkräuter und wirkt für den Körper sehr entgiftend. Er ist appetitanregend, blutreinigend, wirkt entwässernd und ist Bestandteil vieler Tees für Niere, Leber, Galle und für das Bindegewebe. Löwenzahn wirkt lindernd bei Blähungen und Verdauungsbeschwerden.

Geerntet wird Löwenzahn je nach Witterung fast das ganze Jahr über. Die Löwenzahnblüten sind eine unerschöpfliche Quelle für alles Süße und Hochprozentige. Aus den Blüten kann leckerer Honig oder Sekt hergestellt werden. Die frischen Blätter eignen sich hervorragend für Smoothies und Salate.


Spitzwegerich  - plantago lanceolata

Der Spitzwegerich ist eine sehr alte Heilpflanze. Die Germanen nutzten ihn bereits in der Antike bei Fiebererkrankungen. Auch Plinius (ein römischer Naturkundegelehrter) erwähnte ihn vor 2000 Jahren und rühmte seine heilsame Wirkung. Hildegard von Bingen setzte ihn zur äußerlichen und innerlichen Anwendung ein. Den Saft gegen Gicht und das Wurzelpulver gegen Gifte und Zauberworte. In früheren Zeiten wurden offene Wunden mit Spitzwegerich als "Antibiotikum" versorgt. Auch heute sollen die Blätter bei langen Fußmärschen das Wundlaufen verhindern. Ideal bei kleinen Verletzungen oder Insektenstichen, einfach Spitzwegerichblätter zerreiben und auf die wunde Körperstelle aufbringen. Als Tee ist Spitzwegerich ein altbewährtes Hustenmittel, weitere Anwendungsbereiche sind Atemerkrankungen, Blasen- und Nierenleiden.

In der Küche findet er Verwendung als Sirup, als Rohkost in Salaten, in Aufstrichen und als Gemüse. Die gesamte Pflanze ist essbar. Die etwas älteren Blätter können wie Spinat gekocht, gedünstet oder angebraten werden. Die Knospen haben ein leicht nussiges Aroma.



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